Warum Anwendungen basierend auf der Programmiersprache PHP immer noch so weit verbreitet sind und wohl auch noch lange sein werden, obwohl PHP eigentlich nicht schön und auch nicht sonderlich effizient ist? Ganz einfach! Du willst ein PHP-Content-Management-System oder PHP-Framework nutzen, egal ob so relativ einfach wie WordPress oder so relativ komplex wie Symfony? Habe einen Standard-Webserver, mit einer aktuellen PHP-Version und einer Datenbank installiert bei einem der unzähligen Anbieter, dann brauchst du nur noch die PHP-Dateien in deinen Web-Speicherplatz hochladen, vielleicht etwas die Schreibrechte auf die Dateien anpassen und schon ist das System in seiner grundsätzlichen Funktionalität fertig zum Benutzen. Vielleicht will man noch einen Dienst um Bilder direkt auf dem Webserver manipulieren zu können und ein paar Konfigurationen anlegen können ob und wie die Dateien in deinem Web-Speicherplatz zu finden sein sollen oder braucht wie z.B. bei Symfony noch eine Kommando-Eingabe-Möglichkeit. Aber auch das lässt sich von Seiten der Webserver-Betreiber recht einfach standardmäßig anbieten oder im letzteren Fall auch bis zu einem gewissen Grad z.B. mit der PHP Shell recht einfach selber einrichten, ohne dass es größeren Kontaktes mit den Kunden darüber bedarf oder man den Kunden sonderliche Rechte im Webserver-System zugestehen müsste, welche die Sicherheit des selbigen über den jeweiligen Web-Speicherplatz und die Datenbanken des Kunden hinaus sonderlich gefährden würden.

Will man  aber nun nicht mehr mit PHP arbeiten, sondern mit einem Content-Management-System oder Framework z.B. in den Programmiersprachen Python (z.B. mit Django) oder Ruby (z.B. mit dem Framework Ruby on Rails oder dem darauf basierenden Content-Management-System Radiant), musst du fast immer irgendwelche Module nachinstallieren oder in nicht unkritische Systembereiche Dateien packen, was man dir von Seiten eines Webserver-Betreibers in der Regel nicht mal eben standardmäßig zugestehen möchte. Mit mal eben Dateien in den Web-Speicherplatz hochschieben, so einfach wie bei den meisten PHP-Anwendungen, ist es nur äußerst selten getan. Für professionelle Web-Entwickler ist das in der Regel nicht weiter kritisch, da diese häufig auf ihren eigenen Webserver zugreifen und diesen entsprechend anpassen können. Aber die vielen Heim-Entwickler, die im Prinzip nicht mehr brauchen als etwas Web-Speicherplatz und eine Datenbank, wie es die PHP-Anwendungen auch abverlangen, die sich nicht selten aber auch die sowieso unnötige Investition in einen komplett eigenen Webserver gar nicht leisten können, hängt man so natürlich ab.

Ich bin gespannt wie sich das weiter entwickelt. Zu hoffen wäre aber meiner Meinung nach, dass sich da mal die Plattform-Entwickler etwas einfallen lassen, damit irgendwann einmal eine Trendwende eingeläutet werden kann. Vielleicht ließe sich da ja mit Hilfe des im Moment ganz gut boomenden Framework node.js etwas auf Basis der sowieso in der Webentwicklung weit verbreiteten Programmiersprache JavaScript etablieren. Das wäre insofern zu begrüßen als dass man damit vielleicht wieder mehr Power der Webentwickler bündeln könnte, welche derzeit auf PHP, Perl, Python, Ruby, Java, .NET und haste nicht gesehen recht versprengt sind. Und dann könnten deren Produkte gleich von mehr Netz-Aktiven genutzt werden und somit das Netz unter Umständen noch mehr florieren.

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